19 beliebte Linux-Distributionen

Beliebte Linux-Distributionen

In der folgenden Übersicht haben wir ein paar der beliebtesten Linux-Distributionen und auch einige aufkommende Distros zusammengestellt. GNU/Linux-Betriebssysteme sind Unix-ähnlich, quelloffen und basieren auf dem Linux-Kernel. In der langen Liste der Linux-Distributionen heben sich eine Reihe von Distros deutlich von den anderen ab – mit Blick auf die Anzahl Nutzer, die Community, den Funktionsumfang etc. Hier erfahren Sie mehr über einige der wichtigsten Linux-Distributionen.

Ubuntu

Ubuntu ist eine Linux-Distribution, die auf Debian basiert. Es wird von Canonical und einer Entwickler-Community entwickelt. Es gibt drei offizielle Editionen: Desktop, Server und Core, die auf einem Computer oder in einer VM laufen können. Mehr als 33 % aller Websites, die Linux einsetzen, nutzen nach Daten von W3Techs Ubuntu. Das Wachstum seit 2010 ist erstaunlich. Es ist auch eine beliebte Distribution bei Cloud-Computing-Projekten.

Ubuntu-Lizenz: GPL und andere Lizenzen.

Letztes Major-Release mit Long-Term-Support (LTS) von Ubuntu: Ubuntu 20.04 LTS (Focal Fossa).

Debian

Debian ist ein Open-Source-Betriebssystem. Diese Distribution wurde erstmals 1993 von Ian Murdock als „Debian Linux Release“ vorgestellt. Das Debian-Projekt ist eine Community aus Entwicklern und Anwendern, die das auf Open-Source-Software basierende GNU-Betriebssystem pflegen. Derzeit verwenden Debian-Systeme den Linux- oder FreeBSD-Kernel. Es wird jedoch auch daran gearbeitet, Debian für andere Kernel bereitzustellen. Primär für GNU Hurd.

Debian-Lizenz: BSD, GPL und andere offene Lizenzen.

Letztes Major-Release von Debian: Debian 11 (Bullseye).

CentOS

CentOS ist eine Distribution, die auf dem Quellcode der kommerziellen Distribution Red Hat Enterprise Linux (RHEL) basiert. Sie wurde 2004 ins Leben gerufen und wird von einer wachsenden Community unterstützt. Es ist eine sichere Wahl für alle, die hochwertigen Code suchen. Aber CentOS 8 wird die letzte Version sein. Im Jahr 2019 hat Red Hat angekündigt, dass CentOS Stream – eine Upstream-Entwicklungsplattform für RHEL – an die Stelle von CentOS Linux treten soll. Infolge dieses Strategiewechsels sind neue Open-Source-Alternativen entstanden. Ein Beispiel ist Rocky Linux, das Gregory Kurtzer, der Gründer des CentOS-Projekts, begründet hat.

CentOS-Lizenz: GNU GPL.

Letztes Major-Release von CentOS: CentOS 8.

Red Hat Enterprise Linux (RHEL)

Red Hat Enterprise Linux (RHEL) ist eine von Red Hat entwickelte kommerzielle Linux-Distribution. Es gibt eine Server- und eine Desktopversion. Da Open-Source-Software verwendet wird, die unter einer General Public License veröffentlicht worden ist, wird der Code über CentOS für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Red Hat sponsert das CentOS-Projekt seit 2014.

RHEL-Lizenz: GPL.

Letztes Major-Release von RHEL: RHEL 8.

Gentoo

Gentoo ist eine Linux-Distribution, die ein Rolling-Release-Modell verwendet. Gentoo Linux wurde ursprünglich von Daniel Robbins ins Leben gerufen. Es ist nach dem schnell schwimmenden „Gentoo-Pinguin“ benannt, der das Potenzial der Distro verdeutlichen soll. Es ist eine attraktive Wahl für Linux-Nutzer, die volle Kontrolle über die Software haben möchten. Gentoo-Nutzer haben weitreichende Kontrolle über Dienste, die auf ihrem Computer installiert sind und laufen. Ihr System können sie in hohem Maße anpassen und optimieren.

Gentoo-Lizenz: Freie Software.

Gentoo-Releases: Rolling Release.

Fedora

Fedora ist eine vom Fedora-Projekt entwickelte Linux-Distribution – hauptsächlich von Red Hat gesponsert, mit Unterstützung von anderen Unternehmen. Sie wird von der Community entwickelt und gepflegt und ist eine Upstream-Quelle der kommerziellen RHEL-Distribution. Fedora hat in der Regel modernere Softwareversionen, die als „nicht stabil“ gelten und später in RHEL aufgenommen werden. Es gibt verschiedene Fedora-Editionen: Workstation, Server, CoreOS, Silverblue und IoT. Fedora Linux ist im Jahr 2003 herausgekommen.

Fedora-Lizenz: GPL und andere Lizenzen.

Letztes Major-Release von Fedora: Fedora 35.

OpenSUSE

OpenSUSE ist eine Linux-Distribution, die von der SUSE Software Solutions Germany GmbH und anderen Unternehmen gesponsert wird. Zuvor war sie unter dem Namen SUSE Linux bekannt. OpenSUSE hat eine Rolling-Release-Version namens Tumbleweed und eine reguläre Release-Version mit dem Namen Leap.

OpenSUSE-Lizenz: GNU GPL und andere Lizenzen.

Letztes Release von OpenSUSE: OpenSUSE Leap 15.3.

Scientific Linux

Scientific Linux ist eine weitere Linux-Distribution, die auf freier und quelloffener Software von RHEL basiert. Es wird von Fermilab, CERN, DESY und der ETH Zürich entwickelt. Im April 2019 wurde ihre Einstellung angekündigt. Allerdings gibt es für die letzte Version Scientific Linux 7 Wartungs-Updates bis Juni 2024.

Scientific Linux-Lizenz: GNU GPL und andere Lizenzen.

Letztes Release von Scientific Linux: Scientific Linux 7.

Cloud Linux

Cloud Linux ist eine von CloudLinux, Inc. entwickelte Linux-Distribution. Sie basiert auf CentOS und verwendet den OpenVZ-Kernel sowie den RPM-Paketmanager. Sie richtet sich an Shared-Hosting-Anbieter und Datenzentren. Sie zeichnet sich durch verbesserte Serverstabilität, Dichte und Sicherheit aus. Die erste Version von CloudLinux OS wurde 2010 veröffentlicht.

Letztes Release von CloudLinux: CloudLinux 8.

Elementary OS

Elementary OS ist eine Linux-Distribution, die auf Ubuntu basiert. Das Betriebssystem wird von Elementary, Inc. entwickelt und gepflegt. Das Ziel ist, eine schnelle, offene und die Privatsphäre respektierende Alternative zu Windows und MacOS zu sein. Es wird mit einem Pay-what-you-want-(PWYW)-Modell angeboten.

Elementary OS-Lizenz: GNU GPL und andere Lizenzen.

Letztes Release von Elementary OS: Elementary OS 6.1 (Jólnir).

Linux Mint

Linux Mint ist eine von einer Community getragene Linux-Distribution, die auf Ubuntu basiert. Diese Distribution wurde im Jahr 2006 gestartet. Das Projekt Linux Mint wurde ursprünglich von Clément Lefèbvre ins Leben gerufen. Der Quellcode von Linux Mint OS ist auf GitHub verfügbar. Der Großteil der Betriebssystementwicklung geschieht in Python. 

Linux Mint-Lizenz: GPL.

Letztes Release von Linux Mint: Linux Mint 20.3 (Una).

Arch Linux

Arch Linux ist eine Linux-Distribution, die auf fünf Prinzipien beruht: Einfachheit, Modernität, Pragmatismus, Nutzerorientierung und Vielseitigkeit. Sie hat ein Rolling-Release-Modell.

Arch Linux-Lizenz: GNU GPL und andere Lizenzen.

Arch Linux-Release: Rolling Release.

Manjaro

Manjaro ist eine freie Linux-Distribution, die auf Arch Linux basiert. Sie ist besonders auf Zugänglichkeit und Benutzerfreundlichkeit ausgerichtet. Sie hat ein Rolling-Release-Modell. Ihre Einfachheit, Stabilität und Leistung machen sie zu einer guten Alternative zu MacOS und Windows. Sie bietet mehrere Desktop-Umgebungen.

Manjaro-Lizenz: GPL und andere offene Lizenzen.

Letztes Release von Manjaro: Manjaro 21.0 (Ornara).

Oracle Linux

Oracle Linux (OL) ist eine Linux-Distribution, die von Oracle zusammengestellt und verteilt wird und seit Ende 2006 unter der GNU GPL-Lizenz steht. Sie war zuvor unter dem Namen Oracle Enterprise Linux (OEL) bekannt. Sie basiert auf dem Quellcode von RHEL. Oracle Linux ist mit zwei Linux-Kerneln erhältlich: dem Red Hat Compatible Kernel (RHCK) und dem Unbreakable Enterprise Kernel (UEK).

Oracle Linux-Lizenz: GNU GPL und andere Lizenzen.

Letztes Major-Release von Oracle Linux: Oracle Linux 8.

Slackware

Slackware wurde 1993 von Patrick Volkerding ins Leben gerufen und ist damit eine der ältesten Linux-Distributionen. Viele Linux-Distributionen basieren auf Slackware, zum Beispiel die ersten Versionen der SUSE Linux-Distribution. Slackware basierte anfangs auf dem Softlanding Linux System (SLS), einer der beliebtesten ursprünglichen Linux-Distributionen.

Slackware-Lizenz: GNU GPL.

Letztes Major-Release von Slackware: Slackware 15.0.

Mageia

Mageia ist ein quelloffenes, Unix-ähnliches Betriebssystem, das 2010 als ein Fork von Mandriva Linux angefangen hat. Es wurde von ehemaligen Mitarbeitern von Mandriva S.A. und einigen Mitgliedern der Mandriva-Community entwickelt. Es zeichnet sich dadurch aus, dass es ein sicheres, stabiles und nachhaltiges Betriebssystem ist. Zudem bietet es ein sehr großes Software-Repository. Die erste Version Mageia 1 wurde im Juni 2011 veröffentlicht.

Mageia-Lizenz: GPL und andere Lizenzen.

Letztes Major-Release von Mageia: Mageia 8.

Clear Linux

Clear Linux ist eine von Intel entwickelte Open-Source-Linux-Distribution. Sie wird nach einem Rolling-Release-Modell aktualisiert. Das Betriebssystem ist für Leistung und Sicherheit von der Cloud bis zum Edge sowie für Intel-Produkte optimiert. Die Hauptzielgruppe von Clear Linux sind IT-,  DevOps-, Cloud- und KI-Experten. Es ist nicht als Allzweckdistribution konzipiert. Sein Quellcode ist auf GitHub verfügbar.

Clear Linux-Lizenz: GPL und andere Lizenzen.

Clear Linux-Releases: Rolling Release.

Rocky Linux

Rocky Linux ist eine quelloffene Linux-Distribution, die auf dem Quellcode der kommerziellen Distribution RHEL basiert. Diese Linux-Distribution wird von Gregory Kurtzer, dem Gründer von CentOS, zusammen mit Rocky McGaugh geleitet. Rocky Linux hat das Ziel, die Lücke zu füllen, die CentOS als von einer Community unterstütztes Downstream-Produkt von RHEL nach der Einstellung von CentOS 8 im Dezember 2021 hinterlässt. Wie im Rocky-Linux-Wiki erklärt wird, zielt diese Distribution darauf ab, „eine solide, stabile und transparente Alternative für Produktionsumgebungen zu sein, von der Community für die Community entwickelt“. Stackscale bietet zwei öffentliche Spiegelserver in Madrid und Amsterdam an.

Rocky Linux-Lizenz: BSD und andere Lizenzen.

Letztes Release von Rocky Linux: Rocky Linux 8.5.

AlmaLinux

AlmaLinux ist eine freie, quelloffene Linux-Distribution und mit RHEL kompatibel. Sie ist auf langfristige Stabilität ausgerichtet und wird von der Community verwaltet; mit regelmäßigen Releases. AlmaLinux OS wird von CloudLinux Inc. gesponsert und von anderen Sponsoren unterstützt. Es ist auch eine gute Alternative für alle, die derzeit CentOS verwenden, nachdem es Ende 2021 eingestellt worden ist.

AlmaLinux-Lizenz: GPLv2 und andere Lizenzen.

Letztes Release von AlmaLinux: AlmaLinux 8.5.

Auf der folgenden Webseite finden Sie Statistiken über die meistgenutzten Linux-Distributionen in den letzten zehn Jahren.